Das medizinische Glossar der Lidchirurgie Susanne Pitz in Mainz
Augenlid, Lid-Chirurgie, Lidchirurgie
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Lidchirurgischer Glossar

A

Aktinische Keratose: Hautirritation durch UV-Schädigung, mögliche Vorstufe zu bösartigen Hauttumoren.
Allergie: Krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems
Allgemeinnarkose: Bewusstsein und Schmerzempfindung des Patienten werden ausgeschaltet für die Dauer des operativen Eingriffs (Vollnarkose).
Analgosedierung: medikamentöse Schmerzausschaltung bei gleichzeitiger Beruhigung (Dämmerschlaf).
Atrophie: Verkleinerung von Gewebe mit Funktionsminderung.
Augenhöhle: Tiefe Grube am Schädel, in welcher das Auge liegt (Orbita)

B

Bakterielle Entzündung: Durch Bakterien hervorgerufene Entzündung.
Basaliom (Basallzellkarzinom): Bösartiger Tumor des Augenlids.
Bindegewebsstrukturen: Zusammenspiel verschiedener Gewebetypen
Bindehaut: Schleimhaut in der Augenhöhle.
Bindehautentzündung: Entzündung der Schleimhaut in der Augenhöhle.
Blepharoplastik: Lidstraffung bei erschlafftem Gewebe
Blepharospasmus: Lidkrampf.
Klassischer Blepharospasmus: wiederholt auftretender Lidkrampf
Tonischer Blepharospasmus: Dauerkontraktion der Muskeln, die zu anhaltender Lidspaltverengung führt
Blutergüsse: Harmlose Blutansammlung im Gewebe.
Brauenptosis: Herabsinken der Augenbraue/n – die optische Achse wird verdeckt.
Botulinumtoxin: Protein, das zur Blockade von Muskeln eingesetzt wird.

C

D

Dermatochalasis: Bindegewebsveränderungen, schlaffe, unelastische Haut z.B. an Augenlidern.

E

Ektropium: nach außen gewendetes und abgesenktes Lid.
Altersbedingtes Ektropium – seniles / anatomisches Ektropium
Paralytisches Ektropium – bei Lähmung der Gesichtsnerven
Narbenektropium – infolge von Verletzung, Augenerkrankungen
Mechanisches Ektropium – durch entzündlich bedingte Schwellung des Lids oder der Lidumgebung
Spastisches Ektropium – durch vermehrte Spannung des ringförmigen Lidschlussmuskels
Postoperatives Ektropium – nach einer Lidoperation
Kongenitales Ektropium – angeborenes Ektropium
Elastin: Bestandteil des Bindegewebes, sorgt für Elastizität und Spannkraft der Haut.
Entropium: einwärtsgedrehtes Lid / Nach-Innen-Kippen des Lids.
Epiblepharon: Angeborenes „Entropium“ – oft nicht mit echter Einwärtsdrehung der Lidkante, sondern vertikalem Hautüberschuß des Unterlides.
Essenzieller Blepharospasmus: primäre Form des Lidkrampfs.

F

Fazialisparese: Lähmung des Nervus facialis/Gesichtslähmung mit einseitigem Tieferstand des Braue, Herabhängen des Unterlides und ggf. des Mundwinkels der betroffenen Seite
Floppy-eyelid-Syndrom: abnorm lockere Bindegewebsstrukturen der Lider, oft vergesellschaftet mit einem Schlaf Apnoe Syndrom.
Funktionelle Beschwerden: Symptome, die keine organischen Ursachen haben.

G

Generalisierte Myasthenia gravis: durch Antikörper verursachte neuromuskuläre Übertragungsstörung, die zu Muskelschwäche führt.
Genetische Prädisposition: Familiär bedingte Anfälligkeit zur Ausbildung von Krankheiten.
Genetische Veranlagung: Familiäre Anfälligkeit für Erkrankungen und Einschränkungen.
Geschwulst: Abwehrsystem des Körpers gegen äußere Einflüsse und Krankheiten.
Gesichtslähmung: Fazialisparese z.B. durch Schlaganfall, Infektionen oder Entzündungen.

H

Histologie: Untersuchung des Tumorgewebes im Labor.
Horner-Syndrom: spezifische Form von Nervenschädigung
Hornhaut (Auge): Äußerste Schicht des Auges (Kornea).
Hornhautentzündung: Keratitis, eine oder mehrere Schichten der Hornhaut sind entzündet
Hornhautgeschwür: Schädigung der Hornhautsubstanz

I

Immunsystem: Schwellung / Hervorhebung der Haut.

J

K

Kollagen: Bestandteil des Bindegewebes, sorgt für Elastizität und Spannkraft der Haut.
Krähenfüße: Hautfältchen um die Augen (Lachfältchen)

L

Lidbändchen: Band im Bereich der Augenhöhle.
Lidkrampf: nicht beeinflussbare, kräftige Verkrampfung beider Augenlider (Blepharospasmus).
Lidöffnungsinhibitionstyp: Sonderform des essentiellen Blepharospasmus mit Kontraktion des Stirnmuskels.
Lidspalte: Durch das Ober-und Unterlid eingefasster Spaltraum, durch welchen das Auge sichtbar ist (Rima palpebarum).
Lokalanästhetikum: Schmerzausschaltung über die Blockade von Nervenfasern im Operationsgebiet (Teilnarkose).

M

Medizinische Indikation: Begründung, warum z.B. ein operativer Eingriff erforderlich ist.
Minimal-Invasiv: kleinste medizinische Eingriffe.
Muskeldystrophie: erbliche Muskelerkrankungen, welche zu Muskelschwäche führt
Muskelkontraktion: Anspannung und Verkürzung von Muskelgewebe.
Myasthenia gravis: gestörte Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel

N

Nervus oculomotorius: Augenbewegungsnerv

O

Oberlid-Hebemuskel: Musculus levator palpebrae
Oberlidhaut: Hautpartie zwischen der Lidkante/Wimpernreihe des Oberlides und den Augenbrauen.
Okuläre Myasthenia gravis: gestörte Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel das Auge betreffend
Orbicularis-Muskel: Augenringmuskel.
Örtliche Betäubung: Betäubung eines begrenzten Körperbereichs (Lokalanästhesie)

P

Pemphigoid: Autoimmunerkrankung mit blasenbildenden Dermatosen u. a. am Auge.
Prävention: Maßnahmen, die Krankheiten oder Einschränkungen verhüten bzw. vorbeugen.
Pupille: Von der Regenbogenhaut umgebene natürliche Öffnung, durch welche das Licht ins Auge fallen kann (Sehloch).

Q

R

Retractoren: Lidhebende bzgl. –senkende Muskulatur mit Ansatz am Lidknorpel („Tarsus“).
Regeneration: Wiederherstellung von körperlichen Funktionen z.B. nach operativem Eingriff.

S

Schlupflidkorrektur: Entfernung von überschüssigem Gewebe an der Oberlidhaut.
Schwellungen: Ansammlung von Flüssigkeit im Körpergewebe.
Sedierung: Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch Beruhigungsmittel.
Sehne: Teil des Muskels
Septum: Scheidewand, welche Gewebepartien abgrenzt oder eine Körperhöhle teilt.
Stirnmuskel: Dieser Muskel wird auch „Augenbrauenheber“ genannt und sitzt unter Kopfhaut.
Stoffwechselerkrankung: Krankhafte Abweichung von Stoffwechselvorgängen
Symptome: Anzeichen für eine Erkrankung.
Symptomatischer Blepharospasmus: sekundäre Form des Lidkrampfs.

T

Tarsus: Bindegewebsplatte.
Trachom: chronisch-follikuläre Bindehautentzündung.
Tränengang: dient der Ableitung der Tränenflüssigkeit zur Nase.
Tränensäcke: Teil des Tränenapparates, oberer erweiterter Teil des Tränennasengangs (Saccus lacrimalis)

U

V

W

X

Xanthelasemen: Weißliche bis gelbe, flache Veränderung am nasalen Ober- und/oder Augenlid, feingewebliche Cholesterineinlagerung.

Y

Z

Zentralnervensystem: Teilsystem des Nervensystems, dessen Strukturen und Steuerungen auch als zentralnervös bezeichnet werden.
Zornesfalte: Falten, die durch das Zusammenziehen der Augenbrauen entstehen (Glabellafalte).